Wochenrückblick. KW40/2015.

Die anstrengenden letzten Wochen zehren deutlich an mir. Also zumindest an meiner körperlichen Kraft: Ich bin unfassbar müde, meine Augenringe werden dunkler. Und der Hausstaub feiert fröhliche Parties. So konnte das nicht mehr weitergehen. Aus diesem Grund entschied ich mich dazu, den Montag frei zu nehmen und mich um ein paar Dinge zuhause zu kümmern. Deshalb beginnt der Rückblick mit dem Wohnungsputz…

Geputzt I. Die Wohnung. Von unten bis oben. Wäsche gewaschen, getrocknet, zusammengelegt und verräumt. Bügelwäscheberg aufgebaut.

Geordnet. Liegengebliebenen privaten Bürokram. All diese Dinge, die zunächst keine erste Priorität haben. Erst dann, wenn man sie eben liegen lässt und Zahl- oder Rückmeldetermine näher rücken. Scheinbar brauche ich aber diese Art von Druck, denn ich habe an diesem freien Montag so derart viel von meiner privaten To-Do-Liste gestrichen, wie ich an manchen Arbeitstage nicht erledige. Das ist ein so großartiges Gefühl!

Gearbeitet. Dienstag bis Freitag. In Projekt I und II. Weiterhin einen riesigen Spaß an der Arbeit in Projekt II. Das darf wirklich so weitergehen. Für Projekt I lässt meine Motivation jedoch sehr, sehr deutlich nach. Aber wenn Sie meinen gestrigen Überblick gelesen haben, was ich eigentlich den ganzen Tag mache (und insbesondere die Erwähnung meiner Tagesaufgaben in Projekt I) dann werden Sie das eventuell verstehen. Ich bin schon mal von Unterforderung krank geworden, von daher bin ich also froh, dass das Projekt endlich ist.

Gelacht. Über die beiden älteren Damen, die in der Warteschlange eines Schnellrestaurants vor mir standen. Kurzer Einschub: Es heißt Schnellrestaurant. Aber in der Mittagzeit werden die Warteschlangen dermaßen lang, da geht nix schnell. Da wartet man dann auch mal eine Viertelstunde, bis man endlich dran ist. So wie auch die beiden Damen vor mir. Die die Viertelstunde ausgiebig genutzt haben, um sich über die Farbkombination schwarz-blau auszulassen, über die aktuellen Dekotrends für zuhause, über ihre Friseure und über gemeinsame Bekannte.
Hätten sie die Zeit mal lieber genutzt, um sich über das Menü-Angebot des Schnellrestaurants zu informieren. Und die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten. Und Portionsgrößen. Dann hätte sich die Wartezeit von uns Nach-ihnen-Wartenden nicht nochmal um 8 Minuten verlängert. So lange dauerte es nämlich, bis die Burger-Dealerin ihnen alles erklärt und die preislichen Vorzüge eines Menüs vor der Einzelbestellung vorgerechnet hatte und die beiden endlich genau wussten, was sie eigentlich essen wollen…

Und wissen Sie was das Beste an der Sache ist? Früher wäre ich verrückt geworden, weil das alles so lange dauert und hätte mich wahnsinnig und lautstark über soviel Beklopptheit geärgert. Heute lache ich über solche Begebenheiten. Schallend! Das hat die Damen dann wohl auch angetrieben, in ihrer Entscheidungsfindung vorwärts zu kommen. 🙂

Gekauft I. Eine Menge Getränke für die 20-Jahr-Feier der Tochter. Die fand im Keller einer alten Schule im Nachbarort statt. Leider finde ich keinen Link zum Vermieter des Raumes, ich hätte Ihnen das gerne mal gezeigt.

Gekauft II. Das Onlineticket für den Syltshuttle. Juhuu!

Gefeiert I. Die Tochter ihren 20. Geburtstag im oben erwähnten Kellergewölbe. Ohne Eltern. Aber Andeutungen (und der Blässe der beim Aufräume helfenden Freundin am Folgetag) zufolge war es legendär. So muss das sein.

Geputzt II. Am Samstagmorgen den Partyraum. Unter tatkräftiger Mithilfe der Tochter (selbstverständlich), meiner Mama, dem Mann und einer Freundin der Tochter. Anderthalb Stunden und es sah aus, als wäre nie was gewesen.

Gefeiert II. Das Oktoberfest der Abteilungen Handball und Fußball unseres örtlichen Sportvereins. Angefangen vor sieben Jahren als kleine Feier im (fast) abteilungsinternen Kreis, hat es sich mittlerweile zu einer festen Größe im örtlichen Feier-Kalender etabliert und die Karten sind so begehrt, dass sie nach zwei Tagen ausverkauft sind. Mein ganz persönliches Fazit: Legendär.

Gefaulenzt. Den Sonntagnachmittag. Vormittags war noch ein kleiner Frühschoppen im Rahmen des Oktoberfestes. Im Anschluss eine ausgiebige Hunderunde. Aber der Rest des Tages dann: Faul und müde auf der Couch.

Gefreut I. Endlich mal wieder über das jüngste Familienmitglied, das am Donnerstag abend bei mir war, weil seine Mama im Training war, sein Papa geschäftlich unterwegs und die andere Oma im Urlaub. Wir hatten – wie immer – eine Menge Spaß mit unserer Singerei, Planscherei im Waschbecken, mit Tupperdosen und Nudeln, beim Abendbrei essen und beim Einschlafen auf der Couch. Also das Kind, nicht ich. Mein Einschlafritual scheint so wirkungsvoll zu sein, dass das Kind nicht mal merkte, dass die Mama es abholte, in den Kindersitz verfrachtete und von dort zuhause dann direkt ins Bett. Durchgeschlafen bis zum nächsten Morgen hätte das jüngste Familienmitglied, berichtete mir seine Mama.

Gefreut II. Über den Hund, natürlich. Dass der mal so eine Schmusebacke wird, hätten wir am Anfang nie gedacht. Über dieses wunderschöne, goldene Oktoberlicht. Herrliche Sonnenauf- und untergänge. Über das großartige Wetter. Über den Mann, der die Feierei am Wochenende sichtlich entspannt genossen hat. Über die Post aus Westerland, die uns am 10. den Einlass in die Ferienwohnung erlaubt. Über weitere Kleinigkeiten, die ich aber nicht alle aufzählen kann – ich weiß nämlich gar nicht mehr alles. Ich weiß nur, dass sich ein so freudiges Gefühl einstellt, wenn ich an die 40. Kalenderwoche denke. Und das ist ja ein gutes Zeichen.

Bilder der Woche.

collage-2015-10-05

Fazit. Anstrengend. Wie auch schon die Wochen zuvor. Aber mit mehr Glücks- und Freumomenten. Das werte ich als sehr gutes Zeichen.

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