Ein Ausflug nach München. Mit und ohne typisches Programm. Der zweite Teil. {München. Juli 2015}

Nachdem wir unser FCB-Fanprogramm (zunächst) abgeschlossen hatten, fuhren wir zu unserem Hotel. In Köln hatte es sich schon bewährt, deshalb hatte ich auch für München eine Übernachtung in einem Motel One gebucht. Genauer gesagt im Motel One München-City-Ost, da alle anderen Münchner Häuser dieser Kette schon ausgebucht waren. Zentral gelegen am Ostbahnhof, im wunderschönen Stadtteil Haidhausen.
Merke! Bei der Buchung angeben, dass man ein Zimmer nach hinten raus möchte!
Ich bin nämlich Frischluftfanatiker und habe selbst im Winter das Fenster offen, mindestens gekippt. Das ist jetzt im Motel One am Ostbahnhof nicht sooo empfehlenswert. Zumindest nicht, wenn man eben nach vorne, zur Straße, schläft. Aber ansonsten ist auch dieses Motel One unbedingt zu empfehlen. Sauber, freundlich, schönes Design und alles notwendige auf kleinem Raum. Und wie gesagt zentral, gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und perfekt gelegen, um den Stadtteil Haidhausen zu erkunden.

Im weltweiten Netz hatte ich mich zuvor ein bisschen umgetan und nach Biergärten im Münchner Osten gesucht. Am liebsten fußläufig zum Hotel. Gefunden habe ich mehrere, entschieden habe ich mich letztlich für den PreysingGarten. Ein absoluter Glücksgriff! Köstlichstes Essen, höchst aufmerksame, freundliche und attraktive Bedienungen, eine sehr familiäre und freundschaftliche Atmosphäre und – ganz wichtig! – keine Touri-Falle! Es war zwar rappelvoll am Samstagabend, aber wir bekamen auch ohne Reservierung noch einen Tisch und es war saugemütlich und sehr entspannt. Man sitzt zwischen lauter Münchnern – sowohl „eingeboren“ als auch zugezogen. Aber eben nur „Einheimische“. Herrlich! Es war also so wie immer, wenn man irgendwo auswärts ist: Willst Du gut essen, geh‘ da hin, wo die Einheimischen hingehen!

Ich hatte ein Saltimbocca alla Romana, das so lecker war, dass ich mich hätte reinsetzen können. Der Mann aß ein Kotelett mit Spiegelei, Gemüse und Kartoffeln von der Wochenkarte. Dazu Bier bzw. Radler vom Augustiner. Lassen Sie sich doch hier mal das Wasser im Mund zusammenlaufen: Klick.

Es war noch früh am Abend, wir wollten noch ein bisschen durch Haidhausen bummeln. So landeten wir bei meinem nächsten Netzfund: beim Haidhauser Augustiner. Hier nahmen wir allerdings nur jeder ein Getränk zu uns; wir fühlten uns irgendwie nicht so recht wohl dort. Obwohl man auch da schön sitzt, die umliegenden Häuser betrachten kann und darüber sinnieren, wie die gemütlich beleuchteten Wohnungen rundherum wohl eingerichtet sind. Doch es zog uns weiter. Eine Vor-Ort-Recherche in GoogleMaps warf uns einen Spanier aus, der laut Empfehlungen typisch spanisch sei, großartige Tapas anbiete und eine tolle Atmosphäre habe. Gelesen, beschlossen hinzugehen.

Nun ließ mich allerdings mein Orientierungssinn (der normalerweise recht gut ist) irgendwie im Stich. Die Richtung stimmte, aber wir liefen und liefen, kamen aber an keinem spanischen Lokal vorbei. Der Mann – dem es sonst peinlich ist, mit dem Mobiltelefon als Navigationsgerät in der Hand durch die Straße zu laufen (ein Mann halt…) – warf dann doch mal einen Blick auf die Karte und dirigierte uns zurück. Wir gingen langsam, denn da musste ja irgendwo dieser Spanier sein. Und tatsächlich: Das einladend wirkende Lokal, mit den voll besetzten Tischen auf dem Gehweg, das war der gesuchte Spanier. Sind wir auf dem Hinweg glatt dran vorbeigelaufen, weil wir zwar die einladende Atmosphäre, die vielen Leute, aber nicht das Restaurantschild wahrgenommen hatten. Darüber werden wir in hundert Jahren noch lachen! Und was hätten wir uns geärgert, wenn wir El Espanol verpasst hätten. Nach der kleinen Tapas-Auswahl als Mitternachtssnack waren wir zwar etwas vollgefuttert, das hatte sich aber definitiv gelohnt! Gambas… Champignos… alles mit Knoblauch… Pamb‘ an oli… Aioli und Weißbrot… Ich liebe solches Essen!

Gut abgefüttert spazierten wir zurück ins Hotel.

Am nächsten Morgen begrüßte uns München mit typisch bayrischem Himmel: Weiß-Blau!

Weil es uns abends im PreysingGarten so gut gefallen und geschmeckt hatte, wir wussten, dass es dort auch Frühstück gibt, gingen wir genau dort wieder hin. Was soll ich lange rumsuchen nach einer anderen tollen Frühstücks-Lokation, die dann vielleicht nicht so ist, wie gewünscht? Deshalb machten wir uns also wieder auf den Weg in den PreysingGarten. Und wurden auch vom Frühstück nicht enttäuscht. Reichlich! Köstlich! Und diese Atmosphäre in diesem Lokal… sensationell schön. Wie auch schon am Abend viele (Stamm)Gäste, reservierte Tische. Aber auch wer ohne Reservierung kam, wurde nicht weggeschickt. Das wird alles passend gemacht. Also auch (platz)logistisch hervorragend und empfehlenswert.

Wir spazierten zurück zum Hotel, checkten aus und machten uns so langsam auf den Heimweg. Nicht ohne endlich mal an der Säbener Straße gewesen zu sein. Ein „Place you have to see“, wenn Du Bayern-Fan bist. Ja, gut, jetzt waren wir also auch mal dort gewesen. Aber ich bin ja auch kein richtiger Bayern-Fan. 😉

Eine kleine Stadtrundfahrt später, standen wir im Megastore in der AllianzArena, kauften die gewünschten Fanartikel und fuhren dann gemütlich nach Hause.

Fazit. Der Abend des ersten Tages und der Vormittag des zweiten Tages waren nicht ganz typisch für einen München-Touristen. Wir waren an keiner typischen München-Sehenswürdigkeit. Wir waren in keinem typischem Touristen-Lokal. Wir wurden für „Einheimische“ gehalten. Haidhausen ist wunderschön – man möchte am liebsten dort wohnen.

Alles in allem ein großartiges Wochenende. Dank großartiger Lokalitäten. Dank wunderbarstem Wetter. Dank guter Organisation der Veranstaltung. Dank entspannter Atmosphäre. Dank München!

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