Wochenrückblick. KW 27/2015.

Und schon wieder eine Verspätungs-Edition. Das will hier wohl zur Regel werden. Aber was soll man machen, wenn einem förmlich alles dahinschmilzt ob dieser abartigen Hitze in der letzten Woche? Wo man sich quasi zugucken konnte, wie man selbst zerfloss. Zum einen wegen der Temperaturen und zum anderen wegen des Mitleids mit einem selbst. Schrecklich war das. Ich schrieb das ja schon an anderer Stelle, dass meine körperliche wie geistige Leistungsfähigkeit prozentual sank je höher das Thermometer kletterte. Ich mag nunmal keine Hitze. Ich käme zum Beispiel nicht mehr auf die Idee, im Juli oder August in den Süden Europas zu fahren, so wie früher, als ich noch jung war. 25 Grad Celsius tagsüber, Sonnenschein, gerne zwischendurch ein gescheiter Landregen, nachts dann richtig schön kühl, damit man besser schlafen kann. Würde mir reichen. Leider ist das nicht mein Kompetenzbereich, dieses Wetter. Ich habe andere Qualitäten. Wochenrückblicke mit Verspätung zu liefern, zum Beispiel.

Bitte schön, der hitzige Wochenrückblick in der Verspätungs-Ausgabe:

Gearbeitet. Vier Tage. Wie gehabt zwischen fünf und sechs Stunden. Mit mal mehr und mal weniger Spaß. Zur weiteren Projektsituation werde ich mich noch gesondert äußern. Den eigentlich fünften Arbeitstag der Woche hatte ich frei. Da haben wir nämlich…

Gefeiert. Den Geburtstag des Mannes. Und das war – verständlicherweise – dieses Mal eine recht emotionale Angelegenheit. Nicht nur, weil ich ihm ein Wochenende mit Konzertbesuch in Köln geschenkt habe, weil der letzte Ausflug dieser Art ja leider etwas daneben ging und wir das dann eben im Oktober nachholen. Dann jedoch mit einem anderen Künstler. Sondern auch, weil es der erste Geburtstag nach seinem Herzstillstand ist. Da ging dann auch meine anerzogene preußische Contenance ein bisschen verloren.
Aber bei aller Emotionalität haben wir im Kreis der Familie ein fröhliches und sehr entspanntes Fest auf das Leben gefeiert. Wir sind in unserer Wohnung zwar fast geschmolzen, aber die Option, im Garten zu feiern, hatten wir angesichts der Temperaturen verworfen. Unser Garten hat leider nicht genug Schatten, da keine Bäume, sondern nur Büsche. Unter Sonnensegeln oder –schirmen wäre auch kein Lüftchen gegangen. (Zumal wir im Moment aus Gründen gar keinen großen Sonnenschirm besitzen. *reibt Daumen und Zeigefinger aneinander*) Und diese ganze vorherige Aufbauerei und erst alles in den Garten schleppen zu müssen, was man zum Feiern braucht… darauf hatten wir keine Lust. Letztendlich war es in unserer Wohnung dann sogar ein bisschen angenehmer als draußen. Erst gegen 22:30 Uhr hat man es dann auf dem Balkon aushalten können.

Gelernt. In dieser Woche habe ich unter anderem gelernt, dass man durchaus auch mal sein Mobiltelefone für ein paar Stunden zuhause vergessen lassen kann. Die Welt geht davon nicht unter. Man verpasst exakt: Nichts! Also bei mir jedenfalls war das so. Erstaunlich. Das werde ich vielleicht jetzt öfter machen. Blöd war nur der ständige Reflex meiner Hand, nach diesem Ding greifen zu wollen.

Genervt. Die Hitze. Dass ich nichts zu den offenen Projektausschreibungen gehört habe. Aber das ist eine andere, lange Geschichte. Meine Laune, weil es eben so verdammt heiß war, ich nicht schlafen konnte und demzufolge nicht nur die oben erwähnten Körper- und Geistesleistungen in den Keller gingen. Nein, ich konnte auch zusehen, wie meine Laune immer schlechter wurde. Das war sehr interessant, denn das ist mir zuvor noch nie so direkt aufgefallen, wie dieser Prozess vonstatten geht.

Geschont. Das könnte im Prinzip das Hauptthema der Woche sein. Zwangsschonung könnte man auch sagen. Wer putzt, räumt, wäscht bei diesem Wetter? Ich nicht. Nur das allerallernötigste wurde erledigt. Gut, den Geburtstagseinkauf, den mussten wir machen. Aber aus einem mit 22 Grad wohltemperierten REWE kommend in eine 36 Grad warme Dampfglocke zu laufen… äh… ja… iiih! Des Weiteren haben wir natürlich auch den Hund geschont (der bei dem Wetter eh nicht raus wollte): Die erste Runde des Tages morgens früh um 6.00 Uhr. Wenn mittags überhaupt, dann nur kurz in den Garten. Die Abendrunde machten wir dann im Wald. Sehr angenehm. Bis auf die Mücken und Bremsen. Aber sonst: herrlich! Wobei man es gegen Ende der Woche selbst im Wald kaum noch ausgehalten hat, so hoch war die Luftfeuchtigkeit.

Aber genug über Hitze gejammert. Die ist ja (hoffentlich) vorbei. Und letztendlich hat man sich ja doch über dieses Sommersonnending gefreut. Und damit kommen wir zum Abschluss:

Gefreut. Über die Sonne. Über den Geburtstag des Mannes. Über den Hund, der bei dieser Hitze instinktiv das Richtige machte und sich fast nur unter der kühlen Treppe im Erdgeschoss aufhielt. Über das jüngste Familienmitglied. Über wunderschöne Abendspaziergänge im Wald. Über großartige Sonnenuntergänge und sommerliche Abendhimmel. Über Grillwürstchen mit Nudelsalat.

Fazit. Die Woche war: Heiß. Einfach nur heiß.

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