Tagebuch. WMDEDGT 2015/06.

Es ist wieder der 5. des Monats. Der Tag im Monat, an dem tagebuchmäßig gebloggt wird, um die Menschheit wissen zu lassen, mit was man so den ganzen Tag beschäftigt ist. Frau Brüllen ist wie immer so lieb und sammelt unsere Zeitverbringding-Tagebuch-Blogeinträge. Danke schön!

Der heutige Tag ist ein bisschen anders: Es ist ein Brückentag, den man bei diesem hochsommerlichen Wetter am liebsten zuhause verbringen möchte. Dem ist heute leider nicht so, ich gehe arbeiten.

07:00 Uhr. Aufstehen. Es war spät gestern Abend. Weil ich unbedingt einen unterhaltsamen Film zu Ende sehen wollte. So wurde es fast 1:00 Uhr, bis ich im Bett war. Da ich heute aber nicht bei meinem Hauptauftraggeber im Einsatz bin, bei dem ich normalerweise um 08:00 Uhr anfange, sondern Urlaubsvertretung bei einem anderen Auftraggeber mache und man dort erst um 09:00 Uhr anfängt, kann ich heute etwas länger schlafen. Und muss mich nicht wie sonst um 05:30 Uhr aus dem Bett quälen. Trotzdem fällt mir das Aufstehen heute schwer. Entsprechend träge und müde bereite ich das Frühstück vor und zu, mache meine Morgentoilette und ziehe mich an.

08:30 Uhr. Ich fahre – mit einem Zwischenstopp beim Bäcker – los zum heutigen Arbeitsplatz. Das Projektbüro einer Immobilien- und Architekturfirma in Frankfurt-Niederrad. Die Autobahn ist nicht ganz so überfüllt wie sonst; ich komme sehr gut durch und bin pünktlich da.

09:00 Uhr. Hurra! Ich habe mich erfolgreich am Computer anmelden können. Die Login-Daten für den VPN-Zugang habe ich allerdings nicht mehr griffbereit. Ich probiere verschiedene Kombinationen aus Username und Passwort. Funktioniert aber alles nicht. Nachdem verschiedene Kollegen auch keine Lösung wussten, musste ich leider den IT-Zuständigen anrufen. Der hat heute zwar Urlaub, darf aber trotzdem angerufen werden. Nach einigem Hin und Her hat der Login einwandfrei funktioniert.

09:45 Uhr. Endlich habe ich Zugriff auf mein E-Mail-Postfach bei diesem Auftraggeber. Dorthin hat mir die zu vertretende Kollegin nämlich meine Arbeitsaufträge geschickt. Ich darf Ordnerrücken beschriften. Soll nach Möglichkeit den Anrufbeantworter besprechen und möchte bitte einen Blumenstrauß für den Geburtstag eines Kollegen bestellen. Dann fang‘ ich mal an…

12:15 Uhr. Ich kämpfte bereits mit dem Drucker. Mit dem Telefon. Mit dem E-Mail-Programm und überhaupt mit dem Arbeitstag, der insgesamt ein ziemlicher Kampf und Krampf ist. Der Drucker druckt die Rückenschilder nicht so, wie ich das gerne möchte. Nachdem es endlich geklappt hat, entdecke ich einen Tippfehler. Außerdem noch einen Ordner, der die ganze Nummerierung und Ordnerreihenfolge durcheinander bringt. Also alles nochmal von vorne.
Auch das E-Mail-Programm lässt mich nicht das machen, was ich will. Ich finde Adressaten nicht im Adressbuch, ich wundere mich über Fehlermeldungen nach dem Mailversand, bis ich nach dreimaligem vergeblichem Versandversuch feststelle, dass die Mailadresse ein .de zu viel hat… So zieht sich das durch den bisherigen Tag. Und ich fürchte, das bleibt so bis zum Feierabend. Ich fühle mich wie ein Azubi am ersten Arbeitstag und nicht wie eine selbstsichere Assistentin mit fast 25 Jahren Berufserfahrung. Schlimm.

14:00 Uhr. Ich habe noch mehrere Schreiben gescannt und anschließend an einen E-Mail-Verteiler geschickt. Jedes Mal problemlos. Die Ordnerrücken-Erneuerungs-Aktion hat dann auch irgendwann anstandslos geklappt.
Zwischendurch nehme ich einen Anruf meiner Projektvermittlerin entgegen. Sie hat noch keine Anfrage von meinem aktuellen Hauptauftraggeber bezüglich einer Verlängerung und möchte von mir wissen, ob der Auftraggeber denn mir gegenüber schon eine Andeutung gemacht habe und ob ich denn wenn, dann auch weiterhin Interesse hätte, bei diesem Auftraggeber zu bleiben. Letzteres konnte ich bestätigen. Allerdings wäre eine Stundenerhöhung gut (35 – 38) und auch eine Stelle, die mich mehr fordert. Denn immer nur aktuelle Statistiken ausdrucken, einen Ressourcenplan pflegen und Protokoll führen in Sitzungen bei denen ich nur Bahnhof verstehe, ist nicht wirklich erfüllend. Zumindest für nicht für mich.

Aber zurück zum heutigen Auftraggeber. Hier muss ich mich jetzt um den Stapel Eingangspost kümmern: Umschlag auf, Stempel drauf, Post in eine Unterschriftsmappe packen und dem heute verantwortlichen Kollegen auf den Tisch legen.

15:30 Uhr. Ich habe meine Tagwerk hier im Prinzip erledigt. Ich bin aber noch zur Betreuung des Telefons abgestellt. Glücklicherweise hat es in den letzten zwei Stunden nicht mehr geklingelt. Ich wünsche mir, dass so bleibt. Und dass es bald 17:00 Uhr ist. Dann habe ich Feierabend.

Update 07.06.2015.

Das war mir klar, dass ich, wenn ich dann Feierabend habe und zuhause bin, nicht mehr dazu komme, diesen Eintrag fertigzustellen. Aber an so einem Freitagabend kommt man ja auch vor lauter Wochenende einläuten zu nix. Der guten Ordnung halber, und damit nicht nur Sie nachlesen können, warum ich dann am Freitag nicht mehr zum Schreiben kam, trage ich die Ereignisse heute nach. Also, zurück zum 05.06.2015:

17:20 Uhr. Ich bin zuhause. Total erledigt von einem Acht-Stunden-Tag. Bin ich ja nicht mehr so gewöhnt mit meinem Teilzeitprojekt. Zudem war es im Büro ab nachmittags sowas von warm, dass ich auch von der Hitze wie erschlagen bin. Deshalb muss ich mich erstmal ein Viertelstündchen hinlegen und ausruhen bevor ich mich an die Zubereitung eines schnellen Abendessens mache. Es gibt Fleischwurst-Tomaten-Salat. Schnell gemacht, sommerlich-leicht, frisch, geschmacklich ziemlich lecker. Genau das Richtige bei der Hitze des Tages.

18:20 Uhr. Wir müssen leider noch einkaufen. Aber es ist für einen Freitag recht entspannt. Die meisten Menschen sind wahrscheinlich im Schwimmbad oder in ihrem Garten. Obwohl wir gar nicht so viel brauchen, müssen wir in drei Läden und brauchen doch anderthalb Stunden für alles.

20:10 Uhr. Die Einkäufe sind verräumt. Wir raffen uns nochmal auf und drehen die abendliche Hunderunde. Der Hund hat angesichts der immer noch hohen Temperaturen aber auch keine richtige Lust aufs Gassigehen, so dass wir nach einer halben Stunde wieder zuhause sind.

21:00 Uhr. Nach einer kurzen Dusche kann ich es mir endlich gemütlich machen. Allerdings nicht auf dem Balkon, sondern auf der Couch. Es ist „Lets-Dance“-Finale. Dank Sky Festplattenrekorder mit Timeshift kann ich bequem zurückspulen und die Sendung von Anfang an gucken. Und in den Werbepausen hole ich dann wieder auf. Praktisch.

00:15 Uhr. Gute Nacht.

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