Verblüffendes am Freitag. {Sammelleidenschaft}

Die heutige Verblüffung liefert uns Frau Masulzke. Sie hat bei sich eine, sagen wir mal, Sammelleidenschaft entdeckt, die sie selbst verblüfft hat: Sie sammelt Nagellacke. Unbewusst, wie sie selbst sagt. Aber sie kann der Versuchung, sich metallic-farbene Nagellacke zu kaufen, einfach nicht widerstehen, obwohl sie eigentlich gar keinen Nagellack kaufen will. Schon gar keinen metallic-farbenen mit Raufaser-Optik und –Haptik. Wenn Nagellack, dann allerhöchstens einen roten.

Wie man den Kommentaren zu ihrem Post entnehmen kann und wie auch ein Blick ins weltweite Netz ergibt, ist sie mit dieser unbewussten Sammelleidenschaft nicht alleine. Es gibt einige Frauen, die diese Leidenschaft an sich entdeckt haben. Was mich veranlasst hat, auch einmal mich selbst zu beobachten oder treffender: in meinen Badezimmerschrank zu gucken. Verblüffenderweise musste ich feststellen, dass auch mich die Begeisterung gepackt hat für Nagellacke, die ich weder brauche noch möchte.

20150312_Lacke
Zum Glück ohne die elsternhafte Vorliebe für metallisch-schimmernde Buntlacke. Mein Herz schlägt wohl eher für glitzerfreies Bunt. Insgesamt 17 Fläschchen (ohne die beiden Klarlacke). Grün, blau, orange, lila, das neumodische ’nude‘, pink… Dabei mag ich im sonstigen Leben gar kein bunt. Und schon überhaupt gar nicht auf den Fingernägeln. Da kommt höchstens mal ein Klarlack drauf. Die Fußnägel lackiere ich mir nur im Sommer. Mit grauem Lack. Wenn mir mal nach Farbe ist, dann grün oder lüla. (Seitdem ich die Ki*ko-Lacke entdeckt habe, mag ich eh fast keine anderen mehr.)

Woher dann also dieses fast schon zwanghafte Verhalten, sich „bundische“ Lacke zu kaufen, obwohl man gar kein Nägellackierer ist? Wahrscheinlich ist es so ein Evolutions-Ding. Sie wissen schön: Jäger und Sammler. Erstmal schön alle Schätze in die Höhle schleppen und horten. Vielleicht ist es aber auch so, wie Frau Masulzke vermutet: Diese Lacke steckt uns jemand heimlich in den Einkaufskorb. Aber wie oder was auch immer die Erklärung dafür ist: Ich möchte das nicht mehr und werde die Lacke aussortieren, die ich eh nicht benutze. Vielleicht finden sich über die Kanäle der sozialen Medien potenzielle Abnehmer. Wenn nicht, kommen die Lacke ganz weg.

Und sollten Sie mich zufällig mal in einem Drogeriemarkt treffen: Ich bin die, die durch den Laden läuft und vor sich hinmurmelt… *ichbrauchekeinenlack… ichbrauchekeinenlack…*

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