Wochenrückblick. KW08/2015.

Heute ausnahmsweise mal am Dienstag. Am gestrigen Montag war ich unpässlich.

Gearbeitet. Fünf Tage, zwischen fünf und sechs Stunden täglich. Wie letzte Woche schon: keine besonderen Vorkommnisse.

Gefeiert. Ein bisschen Straßenfastnacht. Fastnachtsdienstag zieht bei uns immer der närrische Lindwurm des hiesigen Karnevalsvereins durch die Straßen des Ortes. Und auch, wenn wir dieses Jahr aus verschiedenen Gründen auf keiner sonstigen Fastnachts-Veranstaltung waren, den Umzug haben wir uns nicht entgehen lassen. Traditionell beginnen wir am Aufstellplatz und lassen den Zug dort zum ersten Mal an uns vorbeiziehen. Dann gehen wir in die Ortsmitte und mitten rein in die Menschenmassen. Brauche ich nächstes Jahr nicht mehr – zu voll. Nicht nur die Straßen.
Ein drittes Mal gucken wir dann den Umzug bei den Eltern des Mannes, in deren Straße der Zug zum Schluss durchkommt und sich schon so langsam in Auflösung befindet. Zum krönenden Abschluss traditionell Kreppel und Kaffee bei eben jenen Schwiegereltern.

Bevor "de Zuuch kimmt"

Bevor „de Zuch kimmt“

Geleert. Das Tochterzimmer, das wir zwischenzeitlich als *hüstel* Abstellkammer benutzt haben. Nun kommt aber bald das neue Bett und das Kind kann endlich, endlich aus seinem „Übergangswohnheim“ bei Omi und Opi wieder in sein eigentliches Zimmer einziehen. Fertig renoviert war das Zimmer schon im Dezember. Aber verschiedene Hindernisse ermöglichen den endgültigen Umzug erst jetzt. Damit findet dann die elende Geschichte unseres Bauschadens ihr Ende.
(Die Flurrenovierung und –umgestaltung zum besser nutzbaren Heimbüro hätte auch ohne Bauschaden für dieses Jahr auf dem Programm gestanden.)

Geordnet. Eigentlich darf man es nicht laut sagen, es ist schon ein wenig peinlich. Und doch muss ich es erwähnen: Ich habe meine Ablage gemacht. Meine Ablage von ungefähr anderthalb Jahren (seit Entdeckung des Bauschadens und den beginnenden Umständen, die uns das bereitet hat). Also ich habe angefangen, die Unterlagen, die ich während dieser Zeit in mindestens sechs verschiedenen Pultordnern gesammelt habe, durchzugucken und zusammengehörende Unterlagen entsprechend zu ordnen und – bei weniger komplexen Vorgängen – auch direkt in den entsprechenden Ordner abzuheften. Logischerweise bin ich noch nicht am Ende, es ist noch einiges abzulegen. Aber immerhin habe ich schon eine Reduzierung von sechs auf zwei Pultordner erreicht.

Ich hatte wirklich Panik vor diesem Ablageberg, aber mit jedem Blatt Papier, das im Aktenvernichter beziehungsweise entsprechend sortiert werden konnte, habe ich festgestellt, wie sehr mich das erleichtert. Und wie sehr der Tatendrang in mir weiter wächst. Großartig! Warum nicht gleich so?

Und ich habe auch festgestellt, dass mich dieser Bauschaden und die damit verbundenen Umstände demzufolge nicht nur wohnlich eingeschränkt hat, sondern auch meinen eigentlich vorhandenen Hang zur Ordnung ziemlich lähmte.

Gewaschen. Ich habe mein Waschverhalten überdacht. Und zwar dahingehend, dass ich an mehreren Tagen hintereinander jeweils eine Waschmaschinenladung wasche anstatt an einem Tag vier oder fünf Maschinen (inklusive aufhängen, trocknen, zusammenlegen…).
Verblüffende Erkenntnis: Es stresst mich weniger. Ach was?, werden Sie sich zurecht fragen, wie doof ist die denn bitte? Ja, so doof. Aber auch die äußeren Bedingungen waren doof. Denn eine Waschmaschine mit Startzeitvorwahl hatte ich bis vor Kurzem ja nicht. Und abends gleich nach Feierabend die Maschine anwerfen, um dann noch später am Abend die Wäsche aufzuhängen, zu trocknen und zusammenzulegen, dafür fehlte mir die Lust. Oder die Zeit. Oder beides. So wusch ich also immer samstags. Bis letztens halt. Seit dem mache ich das eben anders. Von wegen Tatendrang und lebe Dein Ändern und so.

Gebacken. Den schnellsten Apfelkuchen der Welt.  Behaupte ich jetzt mal. Das Rezept findet sich im Blog von Jolijou.

Gefreut. Huihuihui, in dieser Woche habe ich mich über so viele Sachen gefreut, das ist schon fast unheimlich:

  • Über einen Grundschüler, den ich auf dem Weg zur Arbeit am Zebrastreifen passieren ließ (selbstverständlich!) und der sich mit einem breiten Grinsen und wildem Winken im Vorbeifahren bei mir bedankte. Mir ging das Herz auf!
  • Über ein Projektangebot und die Möglichkeit, mich Mitte nächster Woche dort vorstellen zu dürfen.
  • Über den schönen Fastnachtdienstag mit dem Mann, der ältesten Tochter und dem jüngsten Familienmitglied und dem anschließenden entspannten Kreppelessen bei den Schwiegereltern.
  • Darüber, dass ich meine Ablage in Angriff genommen habe.
  • Den dadurch wiedererwachten Tatendrang.
  • Über Kleinigkeiten wie zum Beispiel ein Stückchen blauen Himmel in einer fast durchweg wettertechnisch trüben Woche.
  • Über entspannende Hunderunden auch und gerade bei trübem Wetter.

Fazit. Eine großartige Woche. Ich habe so langsam das Gefühl, ich bin auf einem guten Weg, auch mit Kleinigkeiten zufrieden zu sein, die Welt ein bisschen schöner zu sehen. Also meine kleine Welt. Über die große Welt sprechen wir ein ander Mal.

 

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