Bitte mit Sahne. {Kindheitserinnerungen}

Ich liebe Schlagsahne. Zum Kuchen. Zum Eis. Zum Pudding. Im Kaffee. Ich führe dies zurück auf eine frühkindliche Prägung durch einen sahneliebenden Großvater mütterlicherseits.

Mein Opa Karl hat die Schlagsahneherstellung förmlich zelebriert. Ich sehe ihn jedes Mal vor mir, wenn ich Sahne schlage. Ein großer, schlanker, gut aussehender Mann, immer korrekt mit Hemd und Pullover oder Pullunder gekleidet, der die Sahne in den Rührbecher schüttet und den Handmixer mit Hingabe durch die immer fester werdende Masse führt. Die Sahne musste eine bestimmte Konsistenz haben, die er durch die Zugabe von Puderzucker erreichte. Kein Haushaltszucker, kein Vanillinzucker, kein Sahnesteif. Puderzucker!
Und wenn es der auf Schlagsahne wartenden Geburtstagsgesellschaft hundertmal zu lange dauerte, die Sahne wurde so lange geschlagen, bis sie die vom Opa gewünschte Konsistenz hatte. Ganz wichtig in dem Zusammenhang: Die erste Geschmacksprobe durch den Sahneschlag-Meister höchstpersönlich. Ein Esslöffel war ihm zu diesem Zweck gerade groß genug. Wenn mein Opa sich nicht ganz sicher war, ob die Sahne süß und fest genug war, ließ er mich probieren. Oft, sehr oft mussten wir mehrere Proben nehmen. Obwohl das Ergebnis natürlich schon längst perfekt war. Schlagsahneliebhaber eben.

Wenn es heute zu den verschiedensten Anlässen bei uns Schlagsahne gibt, bin ich die offizielle Schlagsahnebeauftragte der Familie. Weil ich beim Meister höchstpersönlich in die Lehre ging, quasi. Zu Geburtstags- und sonstigen Kaffeetafeln zelebriere ich dann in großväterlicher Manier die Herstellung von Schlagsahne. Mit Puderzucker!

Gute, süße Sahne habe ich demzufolge immer im Kühlschrank. Weil ich ja wie erwähnt auch gerne zu Eis, Schokoladenpudding und/oder im Kaffee  geschlagene Sahne liebe. Doch da nimmt die Schlagsahneproduktion schon mal ungeahnte Ausmaße an. Es gibt bei uns nämlich sehr oft Eis, Kuchen, Pudding… Und da ich es auch gerne ein bisschen bequem habe, Zeit spare und am liebsten sofort Sahne zur Verfügung haben möchte, zog gestern ein neues Haushaltsgerät ein: Der Easy Whip Sahnebereiter.

Solche Sahnesprüher kenne ich noch aus meiner Kindheit. Die Erinnerung an weiß gesprenkelte Kaffeetafeln und -gäste ist mir sehr präsent. Denn wehe man hielt den Sahnesprüher nicht richtig oder betätigte gar zu beherzt den Sprühhebel. Ein großer Spaß für die Gästeschar! Ich war also auf alles vorbereitet und voller Erwartung, als ich das neue Gerät in Betrieb nahm. Die Anleitung ist ausführlich und verständlich beschrieben und für alle Notfälle auch ausreichend bebildert. RatzFatz war der Sahnespender einsatzbereit. Und siehe da: Die Verzierung von Küche und anwesenden Personen blieb aus, die Zubereitung geht schneller als ich den Mixer zusammenbauen kann und die Konsistenz ist auch wie gewünscht. An der Süßung muss ich noch feilen, aber für den ersten Test war es in Ordnung.

Dem (fast) täglichen Genuss von Schlagsahne steht somit nichts mehr im Weg! *g*

(Sorry, nur pixelige Fotos vom Mobiltelefon)

Marmorkuchen mit Sahne, Sahnebereiter, Easy Whip

Bitte mit Sahne!

Sahnebereiter Easy Whip, iSi GmbH

Mein neuer Zeitsparer!

Die Beschaffung, also der Kauf meines neues Sahnewunders, war übrigens gar nicht so einfach. Ich wohne nämlich, sagen wir mal, eher ländlich. Mittels eines Händlerverzeichnisses wollte ich sehen, wo ich in nicht allzu weiter Entfernung das von mir gewünschte Gerät in einem richtigen Geschäft kaufen kann. Mangels Händlerverzeichnis ging ich voll guten Glaubens in den Elektro-Elektronik-Markt in unserem Industriegebiet. Ich bin ja nicht blöd. Was ich jetzt weiß: Wenn Sie eines Tages auf der Suche nach einem Stabmixer sind, gehen Sie zum Irgendwas-mit-Medien-Markt. Dort haben Sie die Auswahl zwischen fünfzehn (15!) verschiedenen Stabmixern. Was Sie nicht finden werden, sind stinknormale Brotschneidemaschinen, Sandwichtoaster und, ja, Sahnebereiter. Da ich auch keine Zeit und Gelegenheit hatte, in die große Stadt zu fahren, um im dort größten Haushaltswarengeschäft nach dem Gewünschten zu gucken, begab ich mich auf Online-Shopping-Tour. Die Suchmaschine warf diverse Einkaufsmöglichkeiten aus. Ama.Zon scheidet aus Gründen aus. Einer der ersten vorgeschlagenen Onlineshops: Der Irgendwas-mit-Medien-Markt. Toll! Man führt das Gewünschte, stellt es sich aber nicht in den Laden. Warum? Egal. Ich habe die gewünschten Artikel (Sahnebereiter und die dazu benötigten Kapseln) also online bestellt. Und mir – und das hat mich dann wieder etwas versöhnlicher gestimmt – in den Medien-Markt bei uns im Ort liefern lassen. So habe ich wenigstens ein bisschen das Gefühl, vor Ort, so richtig in einem Laden, eingekauft zu haben. Und Versandkosten habe ich auch gespart.

Aber muss ich das jetzt jedes Mal machen, wenn ich Kapsel-Nachschub benötige? Da geb‘ ich wohl am besten eine Dauerbestellung auf…

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