Über Hamburg nach Sankt Peter-Ording.

Ich bin ein Kind des Meeres. Wie das sein kann, wenn ich doch in Südhessen geboren und aufgewachsen bin, fragen Sie sich durchaus zu Recht. Aber: Meine nachhaltigsten und schönsten Erinnerungen habe ich an die Urlaube an Nord- und Ostsee. Ich habe das Gefühl, als ich Kind und später Teenager war, haben wir immer nur Ferien am Meer gemacht. Immer. Ständig. Leben am Meer. Dauerferien quasi. War natürlich nicht so. Wir waren auch mal in den Bergen. Aber das sind andere Erinnerungen. Auch schön, aber anders. Weil meine Erinnerungen – hauptsächlich an die Nordsee – so eindrucksvoll sind, bezeichne ich mich also mal als Kind des Meeres. Demzufolge fahre ich natürlich auch jetzt noch wahnsinnig gerne ans Meer. So richtiges Meer. Mit Wellen und Wind und Rauschen und Tosen. Das ist natürlich ein bisschen abhängig von mehreren Bedingungen. Aber Hauptsache Meer. Der langen Einleitung kurzer Sinn: Wir waren letztes Jahr Sankt Peter-Ording, kurz SPO. Bei all dem Baustellenchaos zuhause, mussten wir mal raus.

Traditionsgemäß machen wir auf dem Weg ans Meer Halt in Hamburg. Wir haben Freunde im Alten Land und die wiederum verkaufen die Produkte ihres Obsthofes unter anderem samstags auf dem sehr schönen Wochenmarkt am Groß Neumarkt. Und so war es auch an jenem ersten Urlaubstag im Oktober 2013: Überraschungsbesuch am Obststand mit dem auch schon traditionellen Spruch des Mannes „Guden Dach, ham Sie aach Ebbel?“ (für Nicht-Hessen: Guten Tag, haben Sie auch Äpfel?) Der Obstbauer-Freund kriegt den Mund nicht mehr zu (diese Überraschung ist uns jetzt schon zum dritten Mal gelungen…), wir schnacken kurz, schließlich muss er ja arbeiten, essen dann noch eine Bratwurst auf dem Markt und genießen die herrliche Atmosphäre, laufen dann runter zu den Landungsbrücken.

2013_Hamburg_01Jahrhundertbaustellen“ bestaunen…2013_Hamburg_02Schiffe gucken, Menschen gucken, den Duft der großen weiten Welt schnuppern…2013_Hamburg_05 2013_Hamburg_04 2013_Hamburg_03 Was man halt als typischer „Tagestourist“ so macht. Wobei wir ja eher „Stundentouristen“ waren an diesem Tag. Und doch konnte ich in der kurzen Zeit wieder ein bisschen Hamburg tanken. Denn ich liebe diese Stadt! Es ist für mich persönlich die schönste Stadt der Welt. Liegt bestimmt auch an den vielen Erlebnissen und wunderbaren Erinnerungen, die ich mit dieser Stadt verbinde. Ich kann es nicht so recht beschreiben, aber ich habe immer das Gefühl, ich komme nach Hause, wenn ich in Hamburg ankomme. Mir kommen die Tränen sobald ich hinter dem Elbtunnel die Ausfahrt Othmarschen nehme, Richtung Ottensen, Behringstraße, Hohenzollernring, Elbchaussee… bis nach St. Pauli. Alles so vertraut. Als wäre ich nie weg gewesen. Ich, die in Südhessen Aufgewachsene, die immer nur Hamburg-Tourist ist. Es ist einfach etwas ganz Besonderes, was diese Stadt hat. Erwähnte ich, dass ich diese Stadt liebe?

2013_Hamburg_06Es wird Zeit, mal wieder ein paar Tage länger dort zu bleiben. Immer nur auf der Durchreise und Bummeln an den Landungsbrücken reicht ja nicht, um mein „Hamburgweh“ zu stillen.
Aber ein anderes Mal. Denn wir wollten ja noch nach Sankt Peter-Ording. Also Tschüß, Hamburg, meine Perle!2013_Hamburg_07Moin, Halbinsel Eiderstedt! Moin, Sankt Peter-Ording!2013_SPO_01

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s