Im Regenwald.

Wir waren über Pfingsten im Regenwald. Auch bekannt als Schwarzwald. Genauer gesagt waren wir wieder im Renchtal. Dort hat es uns im Herbst so gut gefallen, dass wir dieses idyllische Fleckchen Erde auch mal im Frühjahr sehen wollten – wenn alles grünt und blüht und die Sonne die Mittagsrast zur Mittagslust werden lässt. Das hat sie dieses Mal auch gemacht. Genau ein Mal! Den Rest der Pfingsttage hat es geregnet. Auch nur ein Mal. Zumindest gefühlt. Das schreckte uns nicht, denn endlich hat es sich mal gelohnt, dass wir immer für alle Eventualitäten gerüstet sind und stets unser gesamtes Outdoorbekleidungsequipment – für warm, kalt, nass und trocken – mit in den Urlaub schleppen.

Aber fangen wir mit dem Anfang an: dem ersten Tag. Unserem Sonnentag. Die Wanderung führte uns zum Einstieg ins Wochenende auf den Wiesensteig. Ein herrlicher Premiumwanderweg entlang der Wilden Rench. Über sattgrüne Wiesen, durch schattige Wälder, vorbei an wilden Ufern. Mal auf gut ausgebauten Forstwegen, mal auf naturbelassenen, aber gut zu gehenden Wanderwegen.

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Wie schon im Herbst machten wir unsere erste Rast im Gasthaus Herbstwasen. Genossen ein kühles Bier, leckeres Essen und herrliche Ausblicke. Und die Sonne.

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Weiter führte der Weg entlang des Rench-Ufers durch schattig-kühle Wälder, teilweise die Uferseite wechselnd – herrlich für unseren Hund, die alte Bergziege, der von Stein zu Stein springt – einen schmalen Weg hoch zur Fischerfelsenhütte und von dort weiter zur urigen Renchtalhütte.

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Essen Sie dort auf jeden Fall ein Stück Schwarzwälderkirschtorte. Ein Gedicht. Und so große Stücke, dass eins locker für zwei Personen reicht. Wenn Sie nicht so der Kuchen-und-Torten-Freund sind, dann essen Sie vielleicht ein frisches Brot mit Schwarzwälder Schinken oder etwas anderes Herzhaftes. Schmecken wird es in jedem Fall. Auch wir genossen – unter dem Maibaum sitzend – traditionsgemäß unser Stück Schwarzwälder. Und damit der eine nicht mehr bekommt wie der andere, muss man schnell sein, darf sich nicht ablenken lassen und auch nicht zwischendurch die Torte fotografieren. Ich kann Ihnen deshalb kein Foto des Tortentraumes zeigen.

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Für unsere Bergziege gab es selbstverständlich keine Torte. Da kann er noch so treu gucken.

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Frisch gestärkt machten wir uns auf die letzte Etappe des knapp 10 km langen Wiesensteigs. Allerdings nicht mehr der Beschilderung folgend, sondern über andere Waldwege hinunter nach Bad Peterstal, zurück in unser Hotel, wo wir diesen herrlichen ersten Wandertag mit einem – wie könnte es anders sein, denn es gehört für mich einfach zum Wandern dazu – kühlen Pils beschlossen.

Und wenn Sie jetzt denken, die wandert ja gar nicht richtig, die läuft ja nur von Rast zu Rast, dann muss ich Ihnen sagen: Sie haben Recht. Ich esse gerne, trinke gerne einen guten Schoppen und ich gehe gerne zu Fuß. Da sich das meist alles wunderbar verbinden lässt, mache ich das eben.

Und warum es nicht nur ein fröhlicher, sondern im wahrsten Sinne des Wortes feucht-fröhlicher Wanderkurzurlaub war und warum der Schwarzwald für uns zum Regenwald wurde, das erzähle ich in einem Beitrag über unseren zweiten Wandertag. Geprägt von Wasser. Und ein bisschen Kultur. Und Essen. Wie könnte es anders sein.

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